Immer weiter (2008)

Inhalt der CD

Unter der Regie, dem Piano, Akkordeon und Vocal -Arrangements  von Altmeister Erich Meixner sowie den bewährten Gitarren von Erich Gramshammer wurde 2008 im Polysound Studio in Heiligeneich, NÖ, die CD „Immer weiter“ realisiert, Xandl Schimanek am Schlagwerk, Stefan Mayrhofer am Bass wie auch Paul West (Mundharmonika und vocals) und Margarethe Tauscher (Chor, backing vocals) komplettierten das Ensemble. Patrick Cinque spielte den Titel „Irgendwo“ ein. Ein tolles Erlebnis, ein wunderbares Ergebnis.

 

 



Inhalt der CD "Immer weiter"

Immer weiter (1980)

Wer redt denn wos is denn des, wer hot denn so viel Angst um mi?    
I such mir´s aus, i frog net viel, und jeder schweigt in diesem Spiel


Wer is denn nur an meiner Tür, i was, i kann do nix dafür
I red nix mehr, i frog net vü, ich danke dir für deine Müh!

Immer weiter immer weiter
Immer nur in einem furt
Immer weiter spieln
Immer weiter weinen
S´alles eh nur a Wurt

Wer siecht mi denn, wann geht des los? Wer findt die Antwort auf mein Frogn
I schweig und was, dass des vergeht, wann sich des Leben wieder dreht.

 

Was wär´ denn, wenn a jeder schweigt, und jeder nur auf´n anderen zeigt
I glaub, i hob schon zuviel vertan, i muss jetzt brems, sunst bin i allan

 

Immer weiter immer weiter
Immer nur in einem furt
Immer weiter spieln
Immer weiter laufen
S´alles eh nur a Wurt


Siehst, jetzt is aus, jetzt gemma ham, d´Phantasie is a Bett,
wast du, wos i man?

Í siech net mehr wos i vur mi stöll, i bin im Himmel i bin in der Höll


Wer hat verlurn, wer hat gesiegt, die Wahrheit is do, die Freid, der Krieg
I red nix mehr, i frog net vü, ich danke dir für deine Müh!


Immer weiter immer weiter
Immer nur in einem furt
Immer weiter spieln
Immer weiter ziagn
S´alles eh nur a Wurt


Immer weiter immer weiter
Immer nur in einem furt
Immer weiter spieln
Immer weiter weinen
S´alles eh nur a Wurt


Windkanal (1982)

Spät is wurdn gemma ham
der Mond versteckt si schon hinter die Bam
und moch i dann die Augn zua
is wieder amol in der Fruah
es schneit a neicher Tog herein
wird wieder wia der olte sein

Hundert Mol, wann is es gnua
hauts mi auf in aner Tour
doch in der Nocht beim Kerzenschein
follt mir wieder viel Bledsinn ein
es schneit a neicher Tog herein
wird wieder wi der olte sein

Ref
Renn renn über Berg und Tal
renn renn durch den Windkanal
versteck di vor dir und wannst willst
verschwind ums Eck
wannst a nur Theater mehr spielst
nur renn net weg

Renn renn über Berg und Tal
renn renn durch den Windkanal
versteck di vor dir und wannst willst
verschwind ums Eck
wannst a nur Theater mehr spielst
nur renn net weg

Spät is wurdn wos soll i sogn
der letzte Lärm und ein, zwei Frogn
i nimm sie mit in mei neiches Lied
bevor a frische Idee verblüht
es schneit a neicher Tog herein
wird wieder wi der olte sein
es kummt a neiche Zeit heran
i setz mi fang zu wanan an.
i setz mi fang zu wanan an.


Börsenkrach (2008)

I brauch ka Börse mehr und a ka Internet
1000 emails gratis bitte sehr, des olles will i net

Krise und täglich Arbeitslose, hedge found ready zum down load
Aktien folln ins Bodenlose, und wir olle fress´n  die Krot A

Sie ham uns g´lernt gedrillt, materialistisch zu denken
Bleibst stehn, bist killt, nur so kennen´s di lenken

I wü ka Gewinngarantie und brauch ka Investition
Des Göd des siech in nie, mei Göd ham´s jetzt schon!!

Bin net regulierbar, integrierbar
Konvertierbar definierbar
Modifizierbar organisierbar
Bla bla bla

Mei Versicherungsbetreuer, sogt er is mei Freind
Dabei is er a Ungeheuer, der´s net wirklich ehrlich meint

I wü kann Leitzinssatz, und kane blue-chips 
Vergrob´n hob i mein Schatz, dazu brauch i net vü Grips

Und der nächste Börsenkrach gibt uns glott den Rest
De Konjunktur so schwach, des is a finanzielle Pest

In´d Händ host höchstens a Zertifikat, des olles is a Illusion
Des System setzt di schachmatt, dei Göd hams jetzt schon!

Bin net regulierbar, integrierbar
Konvertierbar definierbar
Modifizierbar organisierbar
Bla bla bla


Annabella (2006)

(Ein Tango)

 

Good-bye Annabella
Du Schöne der Nacht
Mit Dir Annabella
Von 5 bis halb 8
Good-bye Annabella
Nur Dir bin ich treu
Mit Dir Annabella
Geht alles viel schneller
Wird alles ganz neu

Wer hat mich wieder einmal ohne Qual so schön herum gekriegt? 
Dass ich nicht mal mehr weiß wie ich heiß oder wer mich hier betrügt? 
Wer hat mitten in der Nacht all die Dinge gemacht   
Die ich mir nie erträumt
Und ohne Lärm zu machen, meine Sachen
einfach weg geräumt?

Wer ist für alle Männer, jeden Kenner ein rechter Qualitätsbegriff?
Eine die jeder begehrt und heiß verehrt, eine von echtem Schliff!
Und ich täte alles für sie unter jeder Garantie
Bis ich zu Grunde geh
Würd´ sie noch einmal zu mir gehn´
und in der Türe stehn, mit einer Tasse Tee.

Und jetzt Annabella
Ist alles vorbei
Liegst unten im Keller
Draußen steht Polizei
Das war´s Annabella
Dich finden sie nie
Bist als Vorspeis´ am Teller
Spezial Mortadella
Bon appetit, chèrie


Museum 1983

I find an Zauberberg aus Marzipan 
wi da Himmel so weit 
i find a leeres Nest wi a Zwerg so klan
des in der Dunkelheit noch Liebe schreit

I duck mi vor dem großen Knall
Und renn eine in mei Haus
die Stille wird zum Wosserfoll
i kenn mi nimmer aus
i steh in an Museum drin
wos is aus oll dem wurn
wann i a neiches Lebn g´winn
vergiss i meinen Zurn.

I find an Diamant aus Widersinnn
a letztes Lochn liegt im Eck
i find a Seifenblosn im Ladl drin
wo i meine Träume sunst versteck

I duck mi vor dem großen Knall
Und renn eine in mei Haus
die Stille wird zum Wosserfoll
i kenn mi nimmer aus
i steh in an Museum drin
wos is aus oll dem wurn
wann i a neiches Lebn g´winn
vergiss i meinen Zurn.

I find a Formular zum Überleben
durt schreib i mi dann ei
i find a Märchen zum Weitererzöhln
und olle solln´s dann fröhlich sein

I duck mi vor dem großen Knall
Und renn eine in mei Haus
die Stille wird zum Wosserfoll
i kenn mi nimmer aus
i steh in an Museum drin
wos is aus oll dem wurn
wann i a neiches Lebn g´winn
vergiss i meinen Zurn.


Kalvarienberg

Josef Weinheber

Alt-Wiener Gigerlfutter, Datteln, Feign
Papierschirm, Teddybärn und Kindergeign
Wurschtln und Puppen, Blechuhrn Gummibolln
Mit´n Vurnam ausstaffierte Jausenscholn

Dazwischen Kindergwirks und Kinderglick
Versoffene Tippler gierig auf an Tschick
Blecherne Saxophon und Zeppelin
Kopfgroße Juxpackerln und nix drin

Bamkraxler Ratschn Trommeln Luftballon
A Schreihols „hier is de letzte Sensation“
Holzteller Kochlöffeln und Schochtelwerk
Echt brandgemalt „Gruß vom Kalvarienberg“
Echt brandgemalt „Gruß vom Kalvarienberg“

Kandierte Äpfeln, Zeltln, Kokosniss
Wurstzeug aus Marzipan mit´n Fliagnschiß
Des Wunder-Ei, zehn Groschn nur a Stück
Und wieder Kindergraunzn und Kinderglück

Bamkraxler Ratschn Trommeln Luftballon
A Schreihols „hier is de letzte Sensation“
Holzteller Kochlöffeln und Schochtelwerk
Echt brandgemalt „Gruß vom Kalvarienberg“
Echt brandgemalt „Gruß vom Kalvarienberg“

Kruppzeug von Madeln, 13, 14 Johr
Verwegene Krappelbuam mit pickte Hoor
Der erste schöne warme Tog im März
Dazu des guate olte Wienerherz

Was in sein Leichtsinn und sein Übermut
Auf sei Art fasten und in sich gehen tut
Von Aschermittwoch bis in Korsamstog n´ein
So wors, so is´s und so solls immer sein
So wors, so is´s und so solls immer sein


Irgendwo (1982)

Irgendwo spielt a letzter Strahl
In der Sunn wird er zum Wasserfall
Irgendwo tanzt a Eisbär si warm
Hinter dir zerfollt reich und arm
Und du, du stehst dann do
Deine Welt is irgendwo

Es is wi a Nebeleiszeit
Irgendwo zwischen gestern und heit
Es is wie a letzte Frog
Irgendwo zwischen Nocht und Tog

Und wer mocht mehr alles is leer
Und dann irgendwann, tut´s weh, net sehr...

Es is wi a Nebeleiszeit
Irgendwo zwischen gestern und heit
Es is wie a letzte Frog
Irgendwo zwischen Nocht und Tog

Irgendwo spielt a Lied zu End
Irgendwie kummt a jeder g´rennt
Irgendwo taucht die Seele, leise auf
Des is dann der ewige Lauf

Und du, du schweigst dabei
Sog wos g´spürst, i fühl mi frei...

Es is wie.....


Unterm Packpapier (2008)

(Trude Marzik/Musik R Tauscher)

Am Graben zu Mittag
Do is aner glegn
Mit Packpapier zudeckt
Nur d´Schuach warn zum segn
Nur d´Schuach warn zum segn
Nur d´Schuach warn zum segn

Zerscht gibt’s an an Riß
Dann geht ma vorbei
Am Besten net hinschaun
Aha. Polizei!

So rennt ma gschwind weiter und denkt ja do dran
Wer is des nur gwes´n? De Schuach noch a Mann

A alter? A junger?
A besserer Herr?
Hiesiger? A Urlauber?
Tschusch? A Monteur??

Wos kann ihm denn g´fehlt ham
Ham´s ihn z´sammengführt?
A Selbstmord? A Herzschlog?
Hot er no was g´spürt?

Dann siecht ma im Gehen, der Himmel is blau,
die Sunn scheint so warm heut, die Luft is so lau...

Viel blauer, viel lauer
Als sunst, got ka Frog
Zu Mittag im Wirtshaus,
obwohl ma nix mog
bestellt ma a Gulasch
und ißt´s und entdeckt
no nie hot a Gulasch
so wunderbor gschmeckt

Dann trinkt mit Gusto a zweits Krügel Bier
Gottlob liegt a Andrer untern Papier!

Am Grobn z´Mittog.......


Straßenvolk

I bin der g´flickte Schani i steh am schorfn Eck
Des Eck g´hört mir allani, des nimmt ma kaner weg
Und tut der Wochmann kummen so päulisier i holt
I gfreu mi schon am Summer, do schlof i draußt in Wold

Z´mittog  der Gulaschg´stankn kann mi net irretiern
I geh so in Gedanken, Coloniakübel stiern
Steckt aner kane Maxn, ins Gschäft, dann hat er´s schwer
Nur so mit bloße Haxn, im Schnee stehn, ziagt net mehr.

Der Hunger d´Armut, s´Wana
Des san so unsre Tricks
Und manchmol meitert aner
Ober´s passiert scho nix

Mit holt´n scho di Goschn
Mir san jo mürb und stier
I bitt´ schön nur an Groschn
Gnä Frau auf Nochtquartier

Der Pepi der mocht´s nobel, glei vis-à-vis von mir
Der spielt auf sein Fotznhobel den Gardeoffizier
Der Jazz vom Jaunerheini der hots scho net so guat
San eana netto Neine und aner geht min Huat.

I huast auf´d Propaganda, i bedl wi i kann
An aner solchn Banda is eh meistens nix dran
Die Konkurrenz is gresser als unser G´schäft vertrogt
Mir ham gor an Professor  der in Park Zittern schlogt

REF


Wintermantel und Tannenzweige

(Text: 1998 (Milano)/Musik: 2001)

 

I find an Zauberberg aus Marzipan 
wi da Himmel so weit 
i find a leeres Nest wi a Zwerg so klan
des in der Dunkelheit noch Liebe schreit

I duck mi vor dem großen Knall
Und renn eine in mei Haus
die Stille wird zum Wosserfoll
i kenn mi nimmer aus
i steh in an Museum drin
wos is aus oll dem wurn
wann i a neiches Lebn g´winn
vergiss i meinen Zurn.

I find an Diamant aus Widersinnn
a letztes Lochn liegt im Eck
i find a Seifenblosn im Ladl drin
wo i meine Träume sunst versteck

I duck mi vor dem großen Knall
Und renn eine in mei Haus
die Stille wird zum Wosserfoll
i kenn mi nimmer aus
i steh in an Museum drin
wos is aus oll dem wurn
wann i a neiches Lebn g´winn
vergiss i meinen Zurn.

I find a Formular zum Überleben
durt schreib i mi dann ei
i find a Märchen zum Weitererzöhln
und olle solln´s dann fröhlich sein

I duck mi vor dem großen Knall
Und renn eine in mei Haus
die Stille wird zum Wosserfoll
i kenn mi nimmer aus
i steh in an Museum drin
wos is aus oll dem wurn
wann i a neiches Lebn g´winn
vergiss i meinen Zurn.


Im roten Laubwerkvoll Gitarren (2004)

(Georg Trakl)

Im roten Laubwerk voll Gitarren
Der Mädchen gelbe Haare wehen
Am Zaun, wo Sonnenblumen stehen.
Durch Wolken fährt ein goldner Karren.

Am Bache waschen noch die Frauen
Die aufgehängten Linnen wallen
Die Kleine, die mir lang gefallen,
Kommt wieder durch das Abendgrauen.

In brauner Schatten Ruh verstummen
Die Alten, die sich blöd umschlingen
Die Waisen süß zur Vesper singen
In gelben Dünsten Fliegen summen.

Am Bache waschen noch die Frauen
Die aufgehängten Linnen wallen
Die Kleine, die mir lang gefallen,
Kommt wieder durch das Abendgrauen.

Vom lauen Himmel Spatzen stürzen
In grüne Löcher voll Verwesung.
Dem Hungrigen täuscht vor Genesung
Ein Duft von Brot und herben Würzen.


Von dir zu mir (1983)

Geh Kinderl moch net so a Gsicht
wast ohne Lochen geht es nicht
geh Kinderl nimm die Leben in´d Hand
es wird scho gehen, wir bleibn beinand

Es is a Lied von dir zu mir
bevor i Tränen an die Wände schmier
Es is a Tango ohne End
der überhaupt ka Trauer kennt

So viele Leute leben in Tränen
die sich nach Widersinn nur sehen
die holtn überhaupt nix aus
am bestn is, mir schick´ns nach Haus
am bestn is, mir schick´ns nach Haus

wenn auch die Zeit ihr Ende hat
unterwegs wird dir nimmer fad
denn du bist immer hier zu Haus
und do kennst du di recht gut aus

So viele Leute leben in Tränen
die sich nach Widersinn nur sehen
die holtn überhaupt nix aus
am bestn is, mir schick´ns nach Haus
am bestn is, mir schick´ns nach Haus

Es is a Lied von dir zu mir
bevor i Tränen an die Wände schmier
Es is a Tango ohne End
der überhaupt ka Trauer kennt

geh Kinderl moch net so a Gsicht
wast ohne Lochen geht es nicht
geh Kinderl nimm die Leben in´d Hand
es wird scho gehen, wir bleibn beinand
es wird scho gehen, wir bleibn beinand
es wird scho gehen, wir bleibn beinand


Alles war ein Spiel

CF Meyer/Musik

In diesen Liedern suche du
Nach keinem ernsten Ziel!
Ein wenig Schmerz, ein wenig Lust,
Und alles war ein Spiel.
 
Besonders forsche nicht danach,
Welch Antlitz mir gefiel,
Wohl leuchten Augen viele drin,
Doch alles war ein Spiel.
Und ob verstohlen auf ein Blatt
Auch eine Träne fiel,
Getrocknet ist die Träne längst,
Und alles war ein Spiel.